Amigurumis häkeln

So klappt´s mit dem Häkeln von Amigurumis

Was sind eigentlich Amigrurumis?
Schon allein der Name klingt etwas seltsam, was sicherlich daran liegt, dass der dazugehörige Trend ursprünglich aus Japan kommt. Der Begriff Amigurumi setzt sich aus zwei Verben zusammen: „amu“ (übersetzt stricken) und „kurumu“ (übersetzt: einhüllen).

Hinter Amigurumis verbirgt sich nichts anderes als Figuren, gehäkelt oder gestrickt im Kleinformat. Das können Püppchen, Tiere, Pflanzen oder auch Lebensmittel sein. Der Fantasie sind da kaum Grenzen gesetzt. So erhalten Lebensmittel auch schonmal ein aufgesticktes Gesicht. Wenn euch also mal eine gehäkelte Melone angrinst wundert euch nicht ;-).

Bei uns hat es sich durchgesetzt, Amigurumis zu häkeln. Gestrickte Amigurumis sieht man seltener. Der Vorteil gehäkelter Amigurumis besteht auch einfach darin, dass das gehäkelte Gewebe dichter ist.

Die Community rund um das Häkeln von Amigurumis ist riesig. Auf Facebook, Instagram oder Pinterest finden sich immer neue Ideen und Beispiele. Auch ganze Bücher mit Anleitungen sind erhältlich.

Für Kinder sind Amigurumis ein schönes Spielzeug. So kann man z.B. die Lebensmittel für den Kaufmannsladen häkeln oder das Lieblingstier.

Aber auch Erwachsene freuen sich über ein gehäkeltes Amigurumi. Im Miniformat lässt es sich gut als Schlüsselanhänger bzw. Taschenbaumler verwenden, auch als Mottogeschenk kommt es gut an.

Was braucht ihr um ein Amigurumi zu häkeln?
Neben passendem Garn braucht ihr eine Häkelnadel, Füllwatte, eine Stopfnadel und wenn gewünscht Sicherheitsaugen.

Inzwischen gibt es jede Menge Anleitungen von Amigurumi Designern, teils als Freebie oder auch mit Kaufoption. Auch bei YouTube finden sich tolle Tipps. Wir können die Tutorials von Carolineswelt empfehlen, die gerade in den Anfängen sehr hilfreich sind.

Welches Garn ist am besten geeignet?
Grundsätzlich sollte es ein Garn sein, das eine feste Struktur hat, damit später auch das Häkelbild einheitlich ist.
Sehr gut eignet sich daher Baumwollgarn, z.B. Basic Cotton von Pro Lana. Dieses Garn gibt es in vielen bunten Farben, denn mitunter sind am Ende gerade die kleinen Farbabstufungen das besondere Detail. Aber auch ein Baumwoll-Mischgarn ist möglich. Recyclinggarne sind auch sehr gut geeignet und erfreuen sich großer Beliebtheit.

Die Wahl der richtigen Nadelstärke

Auf der Banderole des Garns steht die empfohlene Nadelstärke. Damit euer Amigurumi später schön fest ist ist, verwendet am besten die kleinste angegebene Nadelstärke (besser eine noch kleinere). Ist das Maschenbild durch eine große Nadel zu groß, kann man sonst später die Füllwatte durchsehen. Wir empfehlen z.B. bei Basic Cotton von Pro Lana die Nadelstärke 2,5.

Füllmaterial
Je nach Größe eures Amigurumis braucht ihr Füllwatte. Ganz kleine Amigurumis könnt ihr mit Garnresten stopfen. Wird mehr Füllung benötigt, legt ihr euch am besten einen Vorrat an. Denn ist man einmal infiziert, braucht man die Füllwatte immer wieder ;-).Neben der herkömmlichen Füllwatte („Bastelwatte“) gibt es mittlerweile auch umweltfreundliche Varianten aus  Recyclingmaterial.

Augen: Sicherheitsaugen oder aufgestickte Augen
Einen einmaligen und unverkennbaren Gesichtsausdruck bekommt euer Amigurumi durch das Aufbringen der Augen. Je nach Anleitung oder persönlicher Vorliebe könnt ihr dafür entweder Sicherheitsaugen verwenden oder die Augen aufsticken.
Sicherheitsaugen werden stets vor dem Schließen und Füllen des Amigurumis angebracht. Das Auge besteht aus 2 Einzelteilen: Dem eigentlichen Auge mit Stiel und einer Scheibe als Gegenstück. Das Auge wird mit dem Stiel vorn durch das Häkelstück gesteckt und auf der Rückseite durch das Aufsetzen der Scheibe befestigt. Noch besser halten sie, wenn ihr den hinteren Teil (also der, der Später in der Puppe verborgen ist) mit einer Flamme anschmelzt und mit Hilfe des Metallteils vom Feuerzeug flach drückt (Vorsicht heiß!)

Einmal fixiert, lassen sich diese nicht mehr umsetzen ohne sie zu zerstören.  Daher überlegt vorher gut, welche Größe ihr wählt und an welcher Position die Augen sitzen sollen. Die Position könnt ihr vorher mit Stecknadeln testen. Solltet ihr eure Werke als Spielzeug verwenden oder gar verkaufen wollen, beachtet bitte, dass dies ohne CE-Kennzeichnung zu Problemen führen kann.
Mit aufgestickten Augen habt ihr diese Probleme nicht, jedoch sind aufgestickte Augen Geschmackssache und erfordern auch ein wenig Übung.

Amigurumi Komplett-Packungen
Wer es ganz einfach haben möchte, kann auch eine Komplett-Packung kaufen. Diese erhält alles, was man für die Fertigstellung des Amigurumis braucht.

Noch einige Tipps:
In der Regel werden Amigurumis in Runden gehäkelt. Um den Rundenbeginn zu markieren, könnt ihr Maschenmarkierer oder den Anfangsfaden verwenden. So ist sichergestellt, dass ihr den Rundenbeginn nicht aus den Augen verliert. Dadurch kann während des Häkelns leichter kontrolliert werden, ob ihr richtig gezählt habt.

Auch bietet es sich an sich zu merken in welcher Reihe ihr gerade häkelt. Gerade bei komplizierten Anleitungen verliert man sonst bei einer ungeplanten Unterbrechnung schnell den Überblick. Dazu könnt ihr auch eine Zählhilfe verwenden.

Manche Amigurumis sollen aufrecht sitzen oder stehen, haben aber z. B. einen schweren Kopf, der das Amigurumi umkippen lässt. Um das zu vermeiden könnt ihr am unteren Teil des Amigurumis als Beschwerung ein Säckchen mit Sand füllen und zusammen mit der Füllwatte einarbeiten. Bitte achtet unbedingt darauf, dass das Säckchen dicht ist und kein Sand herausrieseln kann.

Ihr benutzt selbst Make-Up? Perfekt! Denn um eurem Amigurumigesicht Leben einzuhauchen, können Lippenstift oder Rouge wahre Wunder bewirken. Ihr müsst euch aber nicht unbedingt Make-Up zulegen wenn ihr keins zu Hause habt, ein Textilmarker tut´s auch.

Achtet darauf, dass die Gliedmaßen eures Amigurumi auf gleicher Höhe angenäht werden. Dabei sind Stecknadeln eine gute Hilfe. Um euch zu orientieren könnt ihr auch die Linien der Häkelreihen zählen.

 

 

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